Jungenarbeit und Kunst

Künstlerisches Arbeiten soll in unserem Arbeitsbereich "Hilfen zur Erziehung" nicht nur auf das Einüben künstlerisch-technischer Fertigkeiten zum Zweck einer Berufsorientierung reduziert werden.

Es ist darüber hinaus als "kulturelles Mandat der Sozialpädagogik" (Treptow) zu verstehen, d.h., der zu betreuende Junge macht mittels kreativer Prozesse gestalterisch auf sich selbst aufmerksam und drängt damit auf Veränderung.

Weiter birgt das künstlerische Arbeiten im Moment des "Wahrnehmens und Gestaltens" das Potenzial, Erkenntnisprozesse einzuleiten. Ein entsprechender Handlungsablauf kann wirklichkeitsbildend sein und auf diesem Wege die Handlungskompetenz von Heranwachsenden erweitern helfen.

Eine intensive Beschäftigung mit dem Material, mit sich selbst und auch mit anderen Gruppenmitgliedern in Gestalt von Gemeinschaftsarbeiten kann dazu beitragen, Beziehungen entstehen zu lassen und Beziehungsfähigkeit zu erlernen.

Beim künstlerischen Arbeiten im Bereich "Hilfen zur Erziehung" wird den Jungen ein geschützter Raum zur Verfügung gestellt. Sinnliche Erfahrungen und deren Bewusstmachung im Rahmen ästhetischer Gestaltungsprozesse sollen ihnen neue Perspektiven eröffnen.

Die Jungen können neue Ausdrucksweisen spielerisch ausprobieren, auch jenseits tradierter Rollenerwartungen. So besteht für sie die Möglichkeit, ihren Fantasien, ihren Emotionen ein Bild zu geben, sich auszudrücken, Freude und Spaß zu erleben.

Jungenarbeit und Kunst
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