Kunst-im-Kontext-Blog

Auf dieser Seite entsteht ein Blog, der kreative Arbeiten zeigt, welche in der sozialpädagogischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen entstanden sind. Jene Arbeiten können planvoll, aber auch beiläufig und flüchtig hervorgekommen sein. Dieser Blog kann vielfältig gelesen und verstanden werden. Als Wandzeitung, als Freiraum für Kunst und publizistische Arbeiten, oder anders gesagt: als publizistischer Freiraum mit Bildern. Denn Kunst ist beides zugleich: Werkzeug und Spiel, Spiel und Werkzeug. Darin liegt der ernste und unterhaltsame Charakter von Kunst schlechthin.

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Wir sassen auf dem Balkon. Ein großer, cremefarbener Sonnenschirm war aufgespannt, denn es war Sommer und die Sonne schien. Der Himmel war strahlend blau. Wir trafen uns am Nachmittag nach der Schule. S. zeichnete und malte, während ihr nebenbei Fragen gestellt wurden. Dabei war sie hochkonzentriert. Ihr Bild entstand nach und nach. Sie war auf kleinste Details bedacht. Mal zeichnete sie in der unteren linken Ecke, dann wieder in der Mitte oder oben rechts. Für den Beobachter und Fragensteller war es anfänglich schwer zu erkennen, welches Bild entstehen würde und S. im Kopf hatte. Sie benutzte ein einfaches Klemmbrett und zeichnete zuerst mit einem Bleistift. Später malte sie die Striche mit einem Fineliner nach und radierte die Bleistiftreste weg. Zuzletzt füllte sie wohldurchdacht einzelne Flächen farbig aus. Rosa, orange, blau, grün. S. war es wichtig, nicht über den Rand zu malen. Fläche für Fläche. Dabei wählte sie mal hier eine, mal dort eine, den Teppich,ein einzelnes Buch, den Schrank.

 

Spontanes Schreiben


[Spontanes Schreiben ist eine Schreibübung, um Hemmungen gegenüber schriftlicher Sprache abzubauen. Unter anderem gebrauchten bildende Künstler*innen und Publizist*innen in der Bewegung vom Dada zum Surrealismus zu Beginn des 20. Jahrhunderts jene Übung. Sie bezeichneten dies als "Automatisches Schreiben" oder "Magnetisches Feld". Ziel war es, durch Spontanität den eigenen inneren Ausdruck zu erhöhen. Es ging jenen Künstler*innen um eine Befreiung des Geistes.]

Komische Musik sehr dumm dieser Beat und langweilig der Tisch ist komisch bw wo [unleserlich] die anderen Lukas und so wie mir was kommt jetzt für Musik au mein Finger soooooo LW meine Schrift ist echt scheiße sooo dumm meine hand Tut weh scheiß schreiben wer hat das erfunden voll cool aber sonst gäbe es kein Whats app [unleserlich] meine hand oh  gott diese Musik xD sehr LOOOOOOL wie ich schreibe scheiße xD [unleserlich] sieht das verkrüppelt aus Ich schreibe jetzt mit rechts wie schlecht ich mit rechts schreiben kann echt furchtbar wie bemalt meine tasche ist xd darum Musik aber ein schönes lied Love [unleserlich] meine hose ist Blau xD Looollll xD ooh dumm [unleserlich] soo behindert aber echt geiles lied xD boah wann Zeit zuende voll LW wäre bloß Lucas hier xD das wäre COOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOLL OOOOOOOOOOOOOOOOOOOO ich [unleserlich] jetzt [unleserlich] !!!!

Spontanes Schreiben


[Spontanes Schreiben ist eine Schreibübung, um Hemmungen gegenüber schriftlicher Sprache abzubauen. Unter anderem gebrauchten bildende Künstler*innen und Publizist*innen in der Bewegung vom Dada zum Surrealismus zu Beginn des 20. Jahrhunderts jene Übung. Sie bezeichneten dies als "Automatisches Schreiben" oder "Magnetisches Feld". Ziel war es, durch Spontanität den eigenen inneren Ausdruck zu erhöhen. Es ging jenen Künstler*innen um eine Befreiung des Geistes.]

Ich bin grade mit Freunden [unleserlich], ich bin etwas überdreht wegen den Energies xD. Und Lukas hat mein Platz gestohlen : (. xD. Jaaa, dann hat mich der Hausmeister angemeckert. KP why. Lukas war bis jetzt sehr unproduktiv und spielt mit’m Handy. Voll der Gangster xD. Und ich kann mit dem Stift nicht gut schreiben, hmm, und Marcus fällt ma wieder ne Lebensgeschichte ein … jap, und Luk zückt schon wieder das Handy ...

S. traf sich mit L. in den Räumen von Dissens. Beide hatten sich zum Modelieren verabredet. S. war hochkonzentriert und achtete auf kleine Details. Zwischendurch stellte ihr L. fragen: Wie es ihr gerade ginge? Wie wir die Zeit in den anstehenden Sommerferien gestalten könnten?

Monsterparty. Ein Mal-Spiel in der Gruppe.

[Die Teilnehmer*innen malen von oben nach unten einen Teil des Monsters. Vom Kopf bis zu den Füßen. Die/der Erste malt den Kopf und faltet das Blatt so, dass die/der Zweite nur die Ansätze für das folgende Körperteil sieht. Dementsprechend wandert das Blatt von Teilnehmer*in zu Teilnehmer*in bis zuletzt die Füße gemalt sind.]

 

Spontanes Schreiben


[Spontanes Schreiben ist eine Schreibübung, um Hemmungen gegenüber schriftlicher Sprache abzubauen. Unter anderem gebrauchten bildende Künstler*innen und Publizist*innen in der Bewegung vom Dada zum Surrealismus zu Beginn des 20. Jahrhunderts jene Übung. Sie bezeichneten dies als "Automatisches Schreiben" oder "Magnetisches Feld". Ziel war es, durch Spontanität den eigenen inneren Ausdruck zu erhöhen. Es ging jenen Künstler*innen um eine Befreiung des Geistes.]

Heute war es in der Schule sehr anstrengend …

Ich weiß nicht, was ich schreiben soll …

Wegen Max bin ich voll aufgedreht und Marcus schreibt ununterbrochen …

 

E. war schon früher in der Marzahner Promenade erschienen. Mit dem Bus sollte es heute zu den Pferden gehen. E. war Teil der Gruppe. Die Frage, ob er ein Pferd malen könne, verneinte E. Stattdessen malte er ein grünes Krokodil mitscharfen Zähnen und einer kleinen roten Blume.

Des Öfteren hatte ich mit C. über seine Skizzenmappen gesprochen. Ich war neugierig. Bisher waren sie nur in unseren Gesprächen präsent. C. bekundete, dass er sie in seinem Zimmer nicht finden könne. Etwa ein dreiviertel Jahr, nachdem wir uns kennengelernt hatten, brachte C. eine Mappe mit. Wir sassen auf einer Bank am Rande eines Spielplatzes und aßen Sandwiches zum Mittag, als C. mir eine Mappe mit Skizzen von ihm gab. Er hatte sie am vergangenen Wochenende während einer Party gemalt.