Kunst-im-Kontext-Blog

Auf dieser Seite entsteht ein Blog, der kreative Arbeiten zeigt, welche in der sozialpädagogischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen entstanden sind. Jene Arbeiten können planvoll, aber auch beiläufig und flüchtig hervorgekommen sein. Dieser Blog kann vielfältig gelesen und verstanden werden. Als Wandzeitung, als Freiraum für Kunst und publizistische Arbeiten, oder anders gesagt: als publizistischer Freiraum mit Bildern. Denn Kunst ist beides zugleich: Werkzeug und Spiel, Spiel und Werkzeug. Darin liegt der ernste und unterhaltsame Charakter von Kunst schlechthin.

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Drucken mit der mobilen Siebdruck-Werkstatt

A. traf sich mit K. Beide hatten sich dazu verabredet, ein T-Shirt für A. zu bedrucken. Benötigt wurden dementsprechend: eine Idee, ein T-Shirt, Zeit und Lust, gemeinsam zu arbeiten. A.s Idee war es, seinen Namen in arabischen und lateinischen Buchstaben zu drucken. Hinten arabische Schriftzeichen, vorne lateinische Schriftzeichen. Was musste nach der Ideenfindung getan werden: Schriftzüge am Computer erstellen und ausdrucken, Ausdrucke auf Folie kopieren, Schriftzüge auf der Folie mit einem Cuttermesser vorsichtig ausschneiden, T-Shirt auf den Rahmen spannen, ausgeschnittene Folie auf dem Siebdruck-Rahmen befestigen und abkleben, Farbe mit Fixierer anmischen, Farbe auf den Rahmen geben, Farbe mit dem Rakel über die ausgeschnittene Folie mehrmals ziehen, vorsichtig den Druck prüfen, gegebenenfalls Druck nachbearbeiten, T-Shirt vom Rahmen abnehmen, mit Hilfe eines Föhns den Druck auf dem T-Shirt trocknen, T-Shirt bügeln, T-Shirt anziehen.

 

 

Auf dem Balkon

Wir saßen auf dem Balkon. Ein großer, cremefarbener Sonnenschirm war aufgespannt, denn es war Sommer und die Sonne schien. Der Himmel war strahlend blau. Wir trafen uns am Nachmittag nach der Schule. S. zeichnete und malte, während ihr nebenbei Fragen gestellt wurden. Dabei war sie hochkonzentriert. Ihr Bild entstand nach und nach. Sie war auf kleinste Details bedacht. Mal zeichnete sie in der unteren linken Ecke, dann wieder in der Mitte oder oben rechts. Für den Beobachter und Fragensteller war es anfänglich schwer zu erkennen, welches Bild entstehen würde und S. im Kopf hatte. Sie benutzte ein einfaches Klemmbrett und zeichnete zuerst mit einem Bleistift. Später malte sie die Striche mit einem Fineliner nach und radierte die Bleistiftreste weg. Zuletzt füllte sie wohldurchdacht einzelne Flächen farbig aus. Rosa, orange, blau, grün. S. war es wichtig, nicht über den Rand zu malen. Fläche für Fläche. Dabei wählte sie mal hier eine, mal dort eine, den Teppich, ein einzelnes Buch, den Schrank.

 

 

 

 

 

Die Skizzenmappe Teil 1

Das hätte M. von C. nicht erwartet. M. war überrascht und C. schien sich zu freuen. Wahrscheinlich ahnte er, dass M. das nicht von ihm erwartet hatte. Umgekehrt wusste er genau, was die meisten Personen um ihn herum von ihm erwarteten. Eine Überraschung.

 

 

 

Spontanes Schreiben


[Spontanes Schreiben ist eine Schreibübung, um Hemmungen gegenüber schriftlicher Sprache abzubauen. Unter anderem gebrauchten bildende Künstler*innen und Publizist*innen in der Bewegung vom Dada zum Surrealismus zu Beginn des 20. Jahrhunderts jene Übung. Sie bezeichneten dies als "Automatisches Schreiben" oder "Magnetisches Feld". Ziel war es, durch Spontanität den eigenen inneren Ausdruck zu erhöhen. Es ging jenen Künstler*innen um eine Befreiung des Geistes.]

Komische Musik sehr dumm dieser Beat und langweilig der Tisch ist komisch bw wo [unleserlich] die anderen Lukas und so wie mir was kommt jetzt für Musik au mein Finger soooooo LW meine Schrift ist echt scheiße sooo dumm meine hand Tut weh scheiß schreiben wer hat das erfunden voll cool aber sonst gäbe es kein Whats app [unleserlich] meine hand oh  gott diese Musik xD sehr LOOOOOOL wie ich schreibe scheiße xD [unleserlich] sieht das verkrüppelt aus Ich schreibe jetzt mit rechts wie schlecht ich mit rechts schreiben kann echt furchtbar wie bemalt meine tasche ist xd darum Musik aber ein schönes lied Love [unleserlich] meine hose ist Blau xD Looollll xD ooh dumm [unleserlich] soo behindert aber echt geiles lied xD boah wann Zeit zuende voll LW wäre bloß Lucas hier xD das wäre COOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOLL OOOOOOOOOOOOOOOOOOOO ich [unleserlich] jetzt [unleserlich] !!!!

 

 

 

Berlin Wimmelbild

Während des Treffens von M. und S. entstand beiläufig ein Wimmelbild von Berlin. Auch der Weihnachtsmann mit seinem von Rentieren gezogenen Schlitten gehört zur Stadt.

 

 

 

Spontanes Schreiben


[Spontanes Schreiben ist eine Schreibübung, um Hemmungen gegenüber schriftlicher Sprache abzubauen. Unter anderem gebrauchten bildende Künstler*innen und Publizist*innen in der Bewegung vom Dada zum Surrealismus zu Beginn des 20. Jahrhunderts jene Übung. Sie bezeichneten dies als "Automatisches Schreiben" oder "Magnetisches Feld". Ziel war es, durch Spontanität den eigenen inneren Ausdruck zu erhöhen. Es ging jenen Künstler*innen um eine Befreiung des Geistes.]

Ich bin grade mit Freunden [unleserlich], ich bin etwas überdreht wegen den Energies xD. Und Lukas hat mein Platz gestohlen : (. xD. Jaaa, dann hat mich der Hausmeister angemeckert. KP why. Lukas war bis jetzt sehr unproduktiv und spielt mit’m Handy. Voll der Gangster xD. Und ich kann mit dem Stift nicht gut schreiben, hmm, und Marcus fällt ma wieder ne Lebensgeschichte ein … jap, und Luk zückt schon wieder das Handy ...

 

 

 

Die zwei Berge

Was machen die den da? Zwei Berge beobachten freundlich und interessiert das Geschehen? Was passiert da?

 

 

 

Modellieren vor den anstehenden Sommerferien

S. traf sich mit L. in den Räumen von Dissens. Beide hatten sich zum Modellieren verabredet. S. war hochkonzentriert und achtete auf kleine Details. Zwischendurch stellte ihr L. fragen: Wie es ihr gerade ginge? Wie wir die Zeit in den anstehenden Sommerferien gestalten könnten?

Monsterparty. Ein Mal-Spiel in der Gruppe.

[Die Teilnehmer*innen malen von oben nach unten einen Teil des Monsters. Vom Kopf bis zu den Füßen. Die/der Erste malt den Kopf und faltet das Blatt so, dass die/der Zweite nur die Ansätze für das folgende Körperteil sieht. Dementsprechend wandert das Blatt von Teilnehmer*in zu Teilnehmer*in bis zuletzt die Füße gemalt sind.]

 

Spontanes Schreiben


[Spontanes Schreiben ist eine Schreibübung, um Hemmungen gegenüber schriftlicher Sprache abzubauen. Unter anderem gebrauchten bildende Künstler*innen und Publizist*innen in der Bewegung vom Dada zum Surrealismus zu Beginn des 20. Jahrhunderts jene Übung. Sie bezeichneten dies als "Automatisches Schreiben" oder "Magnetisches Feld". Ziel war es, durch Spontanität den eigenen inneren Ausdruck zu erhöhen. Es ging jenen Künstler*innen um eine Befreiung des Geistes.]

Heute war es in der Schule sehr anstrengend …

Ich weiß nicht, was ich schreiben soll …

Wegen Max bin ich voll aufgedreht und Marcus schreibt ununterbrochen …

 

Beiläufige Kreativität

E. war schon früher in der Marzahner Promenade erschienen. Mit dem Bus sollte es heute zu den Pferden gehen. E. war Teil der Gruppe. Die Frage, ob er ein Pferd malen könne, verneinte E. Stattdessen malte er ein grünes Krokodil mit scharfen Zähnen und einer kleinen roten Blume.

 

 

 

Die Skizzenmappe Teil 2

Des Öfteren hatte ich mit C. über seine Skizzenmappen gesprochen. Ich war neugierig. Bisher waren sie nur in unseren Gesprächen präsent. C. bekundete, dass er sie in seinem Zimmer nicht finden könne. Etwa ein dreiviertel Jahr, nachdem wir uns kennengelernt hatten, brachte C. eine Mappe mit. Wir sassen auf einer Bank am Rande eines Spielplatzes und aßen Sandwiches zum Mittag, als C. mir eine Mappe mit Skizzen von ihm gab. Er hatte sie am vergangenen Wochenende während einer Party gemalt.

 

 

 

Malen mit Paint

E. wollte nach der Schule mit zu Dissens in die Marzahner Promenade kommen. Unterwegs entdeckten wir Hängematten, die verteilt am Freizeitforum hingen. Ich hatte bereits am Morgen solche am Eastgate entdecken können. War das eine künstlerische Aktion oder eine Idee wegen des sonnigen, heißen Wetters? Die Hänmgematten sahen einladend aus. Bei Dissens mochte E. malen. Ihm gefiel der Vorschlag, am Computer mit dem einfachen Programm Paint zu malen. Dabei entdeckte er eine Funktion mit der linken und rechten Maustaste, die mir neu war.

 

 

 

Portrait am Whiteboard

E. war sehr konzentriert und auf Details bedacht. Kleinigkeiten waren ihm wichtig. Gleichzeitig sieht jenes Portrait aus, wie ein nebenbei und schnell dahingekritzeltes Bild.

Bemalen im Grünen

L. und S. hatten sich draußen verabredet. Da die Sonne schien, war es für beide eine gute Idee, eine vor Wochen modelierte Tonfigur, draußen im Grünen zu bemalen. Es bedurfte dazu nur einer Picknickdecke, feiner Pinsel, einigen Töpchen mit Farbe und der Tonfigur. Gemütlich sass S. im Schneidersitz und gestaltete ihre Figur.