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Workshops - Projekttage - Projektwochen

 

#metooinmarzahn

 

Das Projekt lief in 2018 und wurde von Demokratie leben! Im Rahmen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Es umfasste 1,5 stündige Workshops zum Thema Gender und Sexismus an Marzahner Schulen und Jugendfreizeiteinrichtungen. 

Wir wollten mit Mädchen* und Jungen* im gendersensiblen und geschützten Rahmen ins Gespräch kommen – es ging um Erwartungen an Geschlecht, eigene Grenzen und Grenzen Anderer. In den Workshops orientierten wir uns an den Fragen der Teilnehmenden.

Wichtig war uns zudem ein positiver Zugang zum Thema, in dem Sinne, dass Komplimente und Flirten großartig sind und Spaß machen können, wenn es mit Respekt und Feingefühl einhergeht – methodisch nutzten wir Rollenspiele oder aber auch die Möglichkeit, dass zwischen beiden Gruppen „geschrieben“ wurde.

Workshops wurden am Tagore-Gymnasium  durchgeführt sowie im Rahmen des BSA-Tages in der JFE Fair. Dabei sind interessante und wichtige Gespräche entstanden. Unsere Ziele waren dabei

  • Impulse zu geben, ohne Angst verschieden sein zu können
  • Selbstermächtigung 
  • Wissen um Handlungsmöglichkeiten
  • Grenzen setzen gegenüber Ausgrenzung/Diskriminierung/Gewalt – Vorurteile offen und direkt ansprechen in Workshops
  • Erwartungshaltung gegenüber Mädchen* und Jungen* (zB Wer macht den ersten Schritt beim Flirten und warum?)
  • Kritische Männlichkeit*, Erkennen von Privilegien und Dominanz, Awareness 

Durchgeführt werden die Workshops im 4er-Team. Ende des Jahres noch ein Abschlusstreffen für interessierte Teilnehmer*innen.

Ab in den Wald – spielend Natur erkennen

Dieser Workshop aus unserer Workshop-Reihe Ich kann auch anders© - Soziales Kompetenztraining für gleich geschlechtliche Gruppen, richtete sich an Jungen oder Mädchen  im Grundschulalter. Der Workshop hatte das Ziel, Selbstwahrnehmung zu fördern und  sozialen Kompetenzenzu stärken. Geschlechtsspezifische Themen wurden aufgegriffen und bearbeitet. Dieses Projekt haben wir bereits  in unterschiedlichen Formaten durchgeführt. Es bleibt weiterhin in unserem Repertoir.  

Das gemeinsame Naturerlebnis im Wald ermöglicht Wahrnehmungen inmitten der Natur (z. B. durch Tast- und Bewegungsspiele oder das Erkennen von Tier- und Naturgeräuschen). Kooperative Verhaltensweisen werden spielerisch gefördert und bringen die Jungen/die Mädchen mit ihren Gefühlen in Kontakt.

Unter sozialpädagogischer Begleitung wird gemeinsam ein Baumhaus geplant und gebaut, Naturstationen aufgesucht, etc. Durch den Gruppenprozess wird das Selbstwirksamkeitsgefühl der Jungen/Mädchen angeregt und werden neue Handlungsalternativen geboten. Der Kurs soll es den Jungen/Mädchen zudem ermöglichen, sich selbst als einen wichtigen Teil der Natur zu erkennen.

 

Wenn Du mal die Welt vergisst

Hip Hop ist die größte jugendkulturelle Musikszene der heutigen Zeit. Sie beinhaltet auf der einen Seite Gefährdungspotenzial für Jugendliche, da gerade im beliebtesten Genre, dem Gangsta-Rap, sexistische und homophobe Texte keine Seltenheit darstellen. Auf der anderen Seite bietet Hip Hop aber auch viele Möglichkeiten. Die Hip Hop-Kultur hat mit ihren vier Elementen, dem Rap, dem Breaken, dem DJing und dem Sprayen ein förderliches Potenzial aufzuweisen, auf das man eingehen und mit dem man Jugendliche ansprechen und erreichen kann. Dadurch wird auf die Interessen der jungen Generation eingegangen. Aus diesem Grund muss sich auch die sozialpädagogische Jugendarbeit mit dieser Musikszene beschäftigen. 

Allerdings ist es wichtig, solange keine diskriminierenden Äußerungen getätigt werden, sich nicht in die Ausdrucksformen der Jugendlichen einzumischen. Wann es sich bei Textzeilen um diskriminierende Aussagen handelt, sollte mit den Jugendlichen besprochen werden, um so gemeinsam eine Grenze zwischen jugendsprachlichen Codes auf der einen Seite und Diskriminierung auf der anderen Seite zu ziehen. Hier ist besonderes Feingefühl gefragt, da es nicht den Anschein haben soll, man wolle die Musik pädagogisieren. Jugendkulturelle Gruppen gibt es gerade aus dem Grund heraus, ohne gesellschaftlich vorgeschriebenen Normen eigene Ausdrucksformen entwickeln zu können.

Diese Überlegungen wurden in dem partizipativen Filmprojekt mit Schülern der Berliner Klecks-Grundschule im KiezKlub Pankow versucht umzusetzen. Es ist ein Song entstanden, der einen unverfälschten Eindruck in das Leben und die Gefühlswelt der Kinder und Jugendliche aufweist.  

Film: "Wenn du mal die Welt vergisst"

Ein Projekt, entstanden in Kooperation mit Dissens - Pädagogik und Kunst im Kontext e.V., Tobias Ernsing, dem KINDERRING BERLIN e.V.  sowie dem Medienprojekt Berlin.

Gefördert aus fallunspezifischen Arbeitsmitteln (FUA) vom Jugendamt Pankow. Vielen Dank :-)

Kontakt

+49 (0)30 688 360 310 info[at]dissens-paedagogik.de

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